JEC 2018

Vom 4. bis zum 7. Oktober durften Riccardo, Isabel und ich beim Junior European Cup in der Schweiz in Villars-sur-Ollon das deutsche Team mit vertreten. Für meine Schwester und mich war dies der letzte „große internationale Einsatz“ als Juniorinnen und hatte in diesem Sinne dadurch auch noch eine ganz andere Bedeutung: Die Elite naht.

Am Donnerstag, den 4. Oktober reiste das 18-köpfige deutsche Team inklusive Juniorentrainer „Chrafti“ in den französischsprachigen Teil der Schweiz, um dort u.a. in Monthey diverse ModelEvents wahrzunehmen, die uns die Steilheit des Geländes nochmal direkt vor Augen führte. Besonders für dieses Jahr war das Programm, das die Schweizer für den JEC geplant hatten. Anstatt einer Wald-Staffel, einer Langdistanz und einem Sprint, standen diesmal eine SprintStaffel, eine normale Mitteldistanz und eine Langdistanz mit Massenstart im sog. „One-Man-Relay“ – Format an.

Am Freitag Nachmittag ging es dann los mit der Sprintstaffel. Ich hatte die Ehre, im ersten Team als Startläuferin zu laufen, Isabel sollte sich im zweiten, Ric im dritten behaupten. Die 3,7 – 4,0km mit 110Hm waren beim Start alles andere als ein Kinderspiel, zumindest was die Kondition anging. Zum ersten Posten wurde ich mit den anderen Läufern im wiesenhaltigen Chaletgebiet in Villars-sur-Ollon prompt die Hänge hochgejagt. An sich war die Strecke sehr laufbetont, die Gabelungen waren meist leicht zu identifizieren. Ich gab mein Bestes, mit den vorderen Läuferinnen mitzuhalten und wechselte als 22. von 64 Teams auf den zweiten Läufer, sodass wir am Ende den 14. Platz erreichen konnten. Isabel und Ric hatten ebenfalls gute Rennen, wobei Isabels Staffel aber ärgerlicherweise durch einen Fehlstempel aus der Wertung fiel. Damit endete der erste Wettkampftag mit diversen Licht- und Schattenseiten.

Neuer Tag und Fokus auf die Mitteldistanz: Die insgesamt deutlich bergab verlaufende kurze Bahn hatte es physisch und technisch in sich. Genaues Höhen lesen und saubere Routenplanung waren gefragt. Am besten von uns Dreien gelang dies Ric, der mit ca. 3 Minuten Rückstand auf die Spitze auf einem beachtlichen 11. Platz landete. Isabel erwischte einen gebrauchten Tag mit müden Beinen nach einer unüberlegten Routenwahl und vielen Fehlern und landete auf Platz 28. Bei mir lief es auch nicht ganz rund. Zu einigen Posten verlor ich viele wertvolle Sekunden, konnte meine Leistung allerdings noch als ‚ganz okay‘ betiteln, vor allem weil ich an diesem Tag bergab sehr zügig unterwegs war. Am Ende kam ein guter 18. Platz dabei heraus.

Am Sonntag folgte die Langdistanz im spannenden halboffenen Gelände. Die drei Loops der „Oneman-relay“ waren, wie ich fand, sehr gut gegabelt und spalteten die Masse schon in den ersten Posten deutlich auf. Auch das Gelände war wirklich geeignet für diese Format, kein Fehler blieb verziehen. Am Ende des dritten Loops führte dann eine lange Routenwahl über die halbe Karte ins entfernt gelegene Ziel. Dabei musste man ein Sperrgebiet beachten, das es zu Umlaufen galt. Meine Performance bei der Lang war absolut miserabel, wenn nicht sogar mein schlechtester Lauf dieses Jahr. Nachdem ich zum ersten Posten 5min Fehler gemacht hatte, war die Luft total raus, was einen Fehler nach dem anderen nach sich zog. Ich war einfach nur froh, als ich endlich im Ziel ankam.

Ric lag Anfang der Strecke noch ziemlich weit vorne, bis auch er leider große Fehler zu vermelden hatte. Isabel brachte eigentlich das beste Damenergebnis an den Tag – eigentlich – denn sie ließ sich leider von den zahlreichen Läuferinnen vor sich beirren und lief als eine von ca. 30% der Läufer über einen Weg, der durch das Sperrgebiet führte.

Die Meinungen spalteten sich, ob auf der Karte exakt zu erkennen gewesen war oder nicht, dass der Weg ebenfalls zum Sperrgebiet zählte. Am Ende entschieden die Trainer der Nationen zusammen, weder die betroffenen Läufer zu disqualifizieren, noch den Lauf zu canceln. Als Ziel galt nun der Posten vor dem langen Schlag. Unserer und der vieler anderer Meinung nach: Die schlechteste Lösung, die man finden konnte. Man hätte es in vielerlei Hinsicht herauslesen können.

So oder so: Wirklich niemand war am Ende glücklich, obwohl es eigentlich eine toll gelegte, spannende und anspruchsvolle Langdistanz war. Ich hoffe, dass dies bei den Athleten vor lauter negativen Emotionen über dieses „Desaster“ (wie man es wohl nennen muss) auch noch Platz in der Erinnerung an diesen JEC findet.

Wer das Statement vom Bahnleger dazu lesen möchte, siehe http://karten.guedels.ch/ show_map.php?user=Térence&map=2087 . Das lohnt sich zu lesen!

Zusammenfassend war der JEC wie jedes Jahr ein tolles internationales Erlebnis, das wir den bayerischen Nachwuchs-Athleten die kommeneden Jahre ebenfalls wünschen. Für Isabel und mich ist die Juniorenzeit damit wie gesagt bald vorbei und selbst, wenn wir studiumbedingt nächstes Jahr erstmal nicht im Bundeskader „amtieren“ werden, bleiben wir natürlich trotzdem so gut es geht am Ball.

Schönes Wintertraining und bis bald! 🙂

Mareike

Ende gut, alles gut

Podium der D12: Juliane vor Miriam und Anja (von rechts nach links). Die Gewinnerin gleich mit neuem OLG Outfit.

Podium der D12: Juliane vor Miriam und Anja (von rechts nach links). Die Gewinnerin gleich mit neuem OLG Outfit.

Am vergangenen Mittwoch fand der letzte Lauf der Regensburger OL Tour 2018 statt. Austragungsort war das neu aufgenommene „Ellbachtal“ bei Bernhardswald. Das Gelände ist geprägt von zwei großen Tälern, die an Wiesen und Felder angrenzen. Die anspruchsvollen Bahnen haben allen Kategorien zu schaffen gemacht, was in einem durchaus spannenden Finale für die ROLT endete. (Trotz fehlendes Postenschirms auf der A Bahn 😉

Den Sieg bei den Damen A konnte sich Kristin Ritzenthaler mit einer Zeit von 41:40 min sichern, gefolgt von Marei Lehner und Sophie Kraus.  Bei den Herren A erzielte Timon Lorenz mit 39:26 min die schnellste Zeit, gefolgt von Ralph und Christoph Körner. 

Podest der Herren 14: Yannik vor Jakob und David, diesmal richtig aufgestellt.

Podest der Herren 14: Yannick vor Jakob und David, diesmal richtig aufgestellt.

Besondere Leistungen haben die jungen Nachwuchsläufer auf der D-Bahn erbracht, die trotz sehr schwieriger Bahnen alle Posten stempelten und wieder aus den Wald herausgefunden haben.

Gesamtsieger bei den Damen A wurde Marei Lehner vor Sophie Kraus und Katrin Hertel. Bei den Herren A sicherte sich Philipp Schwarck den Gesamtsieg vor Timon Lorenz und Julian Nürnberger.

Wir gratulieren allen Siegern und Teilnehmern und freuen uns auf den Arge Alp am kommenden  Wochenende.

 

Philipp

DM Lang und Steil

Postenbeschreibung des Startdreiecks beim DCup: Wiese. Hier war es noch flach.

Postenbeschreibung des Startdreiecks beim DCup: Wiese. Hier war es noch flach.

Auch dieses Jahr fand als letzte Deutsche Meisterschaft im Orientierungslauf wieder die DM Lang zusammen mit dem Deutschlandcup statt.
Also brachen wir am Freitag den 28.9. nach Hofheim in der Nähe von Frankfurt auf, um auch an diesem Wochenende (29. – 30.9.) möglichst viele Erfolge für den OLG Regensburg zu holen.
Bereits am Freitag allerdings nahmen schon ein paar Regensburger an einem Sprint der Deutschen Parktour rund um die Burg Eppstein teil, wobei Mareike Seeger (D19-) sich einen guten dritten Platz erlaufen konnte.
Ricc hat eindeutig den Startsprint gewonnen

Ricc hat eindeutig den Startsprint gewonnen

Sowohl die DM Lang als auch der D-Cup fanden bei gutem und angenehm warmen Wetter auf der Karte „Nassauer Schweiz“, die erst 2018 komplett neu aufgenommen wurde, statt. 
Der Wald war von vielen Wegen durchzogen und meistens auch ganz gut belaufbar. Allerdings muss man auch die vielen steilen Täler erwähnen, die für so manche Anstrengung sorgten.
Bei der DM Lang konnten Lukas Janischowsky (H21AK) und Milena Grifoni (D50) einen dritten Platz und Isabel Seeger (D20) sogar einen zweiten Platz erreichen.
Im langen Zieleinlauf wurden die letzten Körner gegeben. Mareike noch vor Jena auf Platz 6

Im langen Zieleinlauf wurden die letzten Körner gegeben. Mareike beim letzten Wechsel noch vor Jena auf Platz 6

Am Sonntag traten gleich sechs OLG Staffeln im Deutschlandcup an. Für die erste OLG-Staffel (Riccardo Casanova, Isabel Seeger, Klemens Janischowsky, Mareike Seeger und Korbinian Lehner) sprang immerhin der siebte Platz heraus, auch die zweite und dritte Staffel konnte sich noch unter den Top 20 platzieren.
Beglückwünschen möchten wir auch Riccardo Casanova (H18) für seinen Sieg in der Bundesrangliste.
Insgesamt war es ein schönes und gelungenes Wochenende und damit ein schöner Abschluss der Deutschen Meisterschaften 2018.
 
 
 Felix
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