2x24er und eine 12er Staffel am 24h-OL

24-Stunden-Orientierungslauf

Dieses Jahr war es wieder Zeit für den berühmt berüchtigten Thüringer 24h-OL. Dieses ganz besondere „Schmankerl“ unter den OL-Events wollten sich natürlich auch viele OLG-Mitglieder nicht entgehen lassen und so reisten drei Regensburger Teams zu diesem weltlängsten Orientierungslaufstaffel-wettbewerb. Zwei Staffeln mit jeweils sechs Läufern traten in der vollen Distanz von 24 Stunden an und die dritte Staffel bestritt mit nur vier Läufern den parallel stattfindenden 12h-OL. Es galt innerhalb von 24h (bzw. 12h) möglichst viele Bahnen zu absolvieren. Dabei stand eine gefühlt unerschöpfliche Auswahl von unterschiedlich schwierigen und langen Tag- und Nachtbahnen zur Auswahl.

Das Team „Bavarian Dream“ belegte hierbei einen guten 19. Platz, der englische Name war einen britischen Zukauf geschuldet, und das Team „Würstelparty“ belegte sogar den sehr guten 13. Platz, der Teamname bleibt hier unkommentiert. Der „Rengschbuaga Stammtisch“ lief auf den starken 5. Platz in der Kategorie der 12h-Staffeln. Nicht nur im Jahre 2017 war das Wettkampfgelände bei Etterwinden für die 80 24h-Staffeln, 75 12h-Staffeln und 15 4h-Staffeln eine abwechslungsreiche mit Höhenmetern gespickte Herausforderung, sondern auch schon 1970 bei der überhaupt erst dritten Weltmeisterschaft des Orientierungslaufs, die damals nur unweit von Etterwinden stattfand. Die diesjährigen 24h-OLer konnten sich jedoch freuen, dass sie mit einer Karte im Maßstab 1:10.000 in den Wald geschickt wurden, nicht wie damals ihre Kollegen von 1970 mit 1:25.000 (!). Der bessere Maßstab beim 24er war jedoch kein Garant, dass man die zahlreichen Erdhügel und Wurzelstöcken immer sofort im Unterholz erspähte und da war man fast froh, dass es irgendwann dunkel wurde und einem die Reflektoren bei der Suche halfen. Bei der Postenbeschreibung „Kohlemeiler“ gab es teilweise Interpretationsspielraum, der von kleiner Ebene bis Posten im Wald reichte.

Der Reiz des Events besteht neben der körperlichen Anstrengung, die beiden 24er Teams legten jeweils Bahnen mit einer Länge von 142,2 km und 5750hm zurück, dem forderndem Nacht-OLs, dem gemeinsamen Campen auch bei dem teils sinnlosem Taktieren. Die Teamreihenfolge muss zwar eingehalten werden, jedoch können die Bahnen nahezu beliebig aufgeteilt, umverteilt und weggeteilt werden. Zusammenfassend ist zu sagen, dass der 24h-OL ein sich wirklich lohnendes Event ist, der in Terminkalender eines jeden Olers steht und so manch einer wird sich auch in zwei Jahren wieder daran versuchen, endlich mal eine „Long Difficult“ als Tagbahn zu absolvieren. Einzig allein der britische Zukauf James hat nicht nur mit seinem Rückflugsort „Bremen“ ein etwas unglückliches Händchen bewiesen, sondern auch mit seiner Teamwahl, da ihm dies aus „taktischen Gründen“ nur lange Bahnen aufbrummte.

Christoph Rohrmeier

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