Einmal im Jahr muss es einen Massenstart geben!

Unter diesem Motto fand die zweite Regensburger Orientierungslauftour (ROLT) am 24.07.2017 in Distelhausen statt. Unter hohen Temperaturen starteten knapp 60 Läufer mit Unterstützung aus Deggendorf, Landshut und Osterhofen.

Die D-Bahn lief entlang der Wege und war deshalb sehr gut für die jüngeren Teilnehmer geeignet. Die Bestzeit erreichte hier David Burgmair, der in weniger als 20 Minuten im Ziel war. Bei den Damen siegte Luise Schwarck. Die C-Bahn, die die Steigerung der D-Bahn ist, war diesmal nicht so einfach. Die verschiedenen Posten im Wald, vor allem die an den Steinen am Hang erforderten schon eine gewisse Technik und Konzentration. Bestzeit der jungen Starter hatten Yannick Lieblich (H14) und Katharina Kraus (D14). Bei den Erwachsenen siegte Annette Burgmair.

2017_ROLT_02_Bild_01Für die A- und B-Bahn gab es, neben dem gemeinsamen Massenstart, auch noch einen Schmetterling. Dieser folgte gleich nach dem ersten Posten und lag im relativ flachen und gut belaufbaren Gelände. Schlüssel für den Sieg war eine gute Konzentration mit höherem Tempo zu kombinieren. Am besten gelang dies in der Kategorie Damen- und Herren-A den Teilnehmern Katrin Hertel mit 9 Minuten und Quirin Lehner mit 3 Minuten Vorsprung. Weitere Tagesieger auf der B-Bahn waren in der Kategorie DH16 Emily Grübel und Konstantin Kraus, in der Damen B die Birgit Spangenberg und in Herren B Josef Kümpfbeck.

Nach dem ROLT fanden einige Teilnehmer Abkühlung in der Naab.

Ergebnisse: http://www.ol-regensburg.de/WP/wp-content/uploads/2017/06/2ROLT_2017_Ergebnisse.html

Zwischenzeiten: http://www.ol-regensburg.de/WP/wpcontent/uploads/2017/06/2ROLT_2017_Ergebnisse_SI.html

Valerio Casanova

Platz 3 für Bayern beim Alpen Adria in Slowenien

Am Freitag vor dem letzten Wochenende der Pfingstferien fanden sich in der Nähe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana 50 bayerische Orientierungsläufer zum diesjährigen Alpen Adria ein. Der dreitägige Länderwettkampf bestand aus einem Staffellauf am Freitagnachmittag, einer Mitteldistanz am Samstag und zum Schluss gab es eine Langdistanz am Sonntag.

2017_AlpeAdria_Bild02Der Auftakt am Freitag fand in der Nähe von Komenda, nördlich von Ljubljana statt. Der erste Massenstart begann um 16:30 Uhr, weshalb sich der Großteil der Regensburger erst am Freitag auf den Weg nach Ljubljana machte. Auf der Hinfahrt gab es ein paar Schauer, was zu einem schwülen Wetter führte. Der Wald war durch einen starken Sturm von vor ein paar Jahren sehr schlecht belaufbar. Der Unterbewuchs und die anspruchsvollen Bahnen verlangten gut überlegte Routen und so kam es bei vielen zu Orientierungsfehlern. Gute Ergebnisse erziehlten hier aus Regensburger Sicht mit dem 4. Platz das Damenelite- sowie auch das Herrenelite-Team mit der Besetzung von Anna Schöps (OLV Landshut), Linda Indola (OLG Regensburg), Dianora Herashchenko (OC München) und Korbinian Lehner (OLG Regensburg), Lukas Janischowsky (OLG Regensburg) und Teodor Yordanov (OC München). In der Jugendkategorie MW 18 liefen die Regensburger Philipp Schwarck, Marei Lehner und Riccardo Casanova auf Rang fünf. Weitere bayerische  Ergebnisse waren der Sieg in der Kategorie MW35 und der 2. Platz in der nicht zur Länderwertung zählenden Kategorie MW14. Nach dem ersten der drei Wettkämpfe lag Bayern gesamt auf dem dritten Platz hinter Slowenien und Steiermark.

Die Mitteldistanz am Samstag war dann südwestlich von Ljubljana, nahe Kalce. Die rund 600 Läufer erwartete ein interessantes Karstgelände, ebenfalls geprägt vom Sturm und deshalb teils schwer belaufbar. Die Sonne strahlte und die Hitze führte zu erschwerten Laufbedingungen. Diese beiden Aspekte und die anspruchsvollen Bahnen hoben erneut die Wichtigkeit der Routenwahl hervor. Die besten Regensburger waren hier Marei Lehner mit Platz drei in W18 und Milena Grifoni mit Platz fünf in W45. Weitere bayerische Erfolge gab es mit einem Sieg in M35, zwei zweite Plätze in W35 und M45, einen dritten Platz in der Herrenelite und einen siebten Platz in der Damenelite.

Im Nordwesten Ljubljanas im Park Tivoli fand am Nachmittag ein Sprint statt, der nicht zum Alpen Adria zählte. Das offene, schnell belaufbare Wiesengelände führte zu spannenden Duellen. Bayerns Nachwuchs glänzte mit Podestplätzen. Die Regensburger Katrin Hertel und Riccardo Casanova siegten in ihren jeweiligen Kategorien W16 und M18. Den dritten Platz sicherten sich Benedikt Lehner in M16 und Korbinian Lehner in M21.

Der krönende Abschluss des Wochenendes bildete die Langdistanz in Dobeno, nördlich von Ljubljana. Die Teilnehmer erwarteten viele Höhenmeter und abermals ein schwer belaufbares Gelände, wodurch die Wegrouten oft bevorzugt wurden. Die Temperaturen 2017_AlpeAdria_Bild01waren noch höher als am Tag zuvor und die Läufer hatten mit einem sehr schwülen Wetter zu kämpfen, wodurch die Trinkposten sehr willkommen gehießen wurden. Die Regensburger Marei Lehner, Katrin Hertel und Milena Grifoni holten in ihren Kategorien W18, W16 und W45 die Plätze vier, fünf und fünf. Weitere gute Platzierung aus bayerischer Sicht gab es in M35, Herrenelite, M45 und W35.

In der Gesamtwertung des Alpen Adrias hieß es für Bayern Platz drei hinter dem Sieger Steiermark und Mannschaft aus Slowenien. Für Bayern ist es nach dem dritten Platz 2009 in Regensburg und dem zweiten Platz 2011 in Kroatien erst das dritte Mal auf dem Podest überhaupt! Diese Platzierung gilt es nächstes Jahr in der ungarischen Region Vas zu verteildigen.

 

Linda Indola

2x24er und eine 12er Staffel am 24h-OL

24-Stunden-Orientierungslauf

Dieses Jahr war es wieder Zeit für den berühmt berüchtigten Thüringer 24h-OL. Dieses ganz besondere „Schmankerl“ unter den OL-Events wollten sich natürlich auch viele OLG-Mitglieder nicht entgehen lassen und so reisten drei Regensburger Teams zu diesem weltlängsten Orientierungslaufstaffel-wettbewerb. Zwei Staffeln mit jeweils sechs Läufern traten in der vollen Distanz von 24 Stunden an und die dritte Staffel bestritt mit nur vier Läufern den parallel stattfindenden 12h-OL. Es galt innerhalb von 24h (bzw. 12h) möglichst viele Bahnen zu absolvieren. Dabei stand eine gefühlt unerschöpfliche Auswahl von unterschiedlich schwierigen und langen Tag- und Nachtbahnen zur Auswahl.

Das Team „Bavarian Dream“ belegte hierbei einen guten 19. Platz, der englische Name war einen britischen Zukauf geschuldet, und das Team „Würstelparty“ belegte sogar den sehr guten 13. Platz, der Teamname bleibt hier unkommentiert. Der „Rengschbuaga Stammtisch“ lief auf den starken 5. Platz in der Kategorie der 12h-Staffeln. Nicht nur im Jahre 2017 war das Wettkampfgelände bei Etterwinden für die 80 24h-Staffeln, 75 12h-Staffeln und 15 4h-Staffeln eine abwechslungsreiche mit Höhenmetern gespickte Herausforderung, sondern auch schon 1970 bei der überhaupt erst dritten Weltmeisterschaft des Orientierungslaufs, die damals nur unweit von Etterwinden stattfand. Die diesjährigen 24h-OLer konnten sich jedoch freuen, dass sie mit einer Karte im Maßstab 1:10.000 in den Wald geschickt wurden, nicht wie damals ihre Kollegen von 1970 mit 1:25.000 (!). Der bessere Maßstab beim 24er war jedoch kein Garant, dass man die zahlreichen Erdhügel und Wurzelstöcken immer sofort im Unterholz erspähte und da war man fast froh, dass es irgendwann dunkel wurde und einem die Reflektoren bei der Suche halfen. Bei der Postenbeschreibung „Kohlemeiler“ gab es teilweise Interpretationsspielraum, der von kleiner Ebene bis Posten im Wald reichte.

Der Reiz des Events besteht neben der körperlichen Anstrengung, die beiden 24er Teams legten jeweils Bahnen mit einer Länge von 142,2 km und 5750hm zurück, dem forderndem Nacht-OLs, dem gemeinsamen Campen auch bei dem teils sinnlosem Taktieren. Die Teamreihenfolge muss zwar eingehalten werden, jedoch können die Bahnen nahezu beliebig aufgeteilt, umverteilt und weggeteilt werden. Zusammenfassend ist zu sagen, dass der 24h-OL ein sich wirklich lohnendes Event ist, der in Terminkalender eines jeden Olers steht und so manch einer wird sich auch in zwei Jahren wieder daran versuchen, endlich mal eine „Long Difficult“ als Tagbahn zu absolvieren. Einzig allein der britische Zukauf James hat nicht nur mit seinem Rückflugsort „Bremen“ ein etwas unglückliches Händchen bewiesen, sondern auch mit seiner Teamwahl, da ihm dies aus „taktischen Gründen“ nur lange Bahnen aufbrummte.

Christoph Rohrmeier

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